PRESSEERKLÄRUNG

Die Initiative Soonwald e.V. ist erfreut darüber, dass die längst überfällige Ausweisung von Kernzonen für den Naturpark Soonwald-Nahe nun im Entwurf  vorliegt.

Teile des Vorschlages des Ministeriums für Umwelt und Forsten decken sich mit unseren Vorstellungen. Aber es gibt auch ernste Bedenken. So ist es für uns nicht einsehbar, dass die Gebiete

  • Katzenkopf oberhalb von Seibersbach und Ellern
  • Hochsteinchen
  • die Gemündener Höhe
  • der Raum um die Ruine Koppenstein mit den Quarzitsteinrosseln bis zum Simmerbachtal
  • das Gebiet um den Langen Stein im Lützelsoon
  • Gausberg zwischen Ellerbach und Gräfenbach

nicht zu den vorgeschlagenen Kernzonen gehören sollen.

 

Befremdet müssen wir feststellen, dass diese Aussparungen nicht in der Qualität der Waldbereiche begründet sind, sondern in finanziellen Interessen an Windenergieanlagen und Steinbrüchen.

Das sehen nicht nur unsere Mitglieder so, sondern auch große Teile  der Bevölkerung (siehe Regionalpresse). Es grenzt an Zynismus so mit den Menschen unserer Heimat umzugehen; sie in ihrer Urteilsfähigkeit so zu unterschätzen.

Wir sind für den weiteren Ausbau von Windenergie auf der Basis einer professionellen landesweiten Planung und der Konzentration von Windrädern in Windparks z.B. auf kontaminierten Konversionsflächen wie Baumholder. Das Beispiel des Energieparks Morbach zeigt wie erfolgreich das sein kann.

Wir von der Initiative Soonwald befürchten, dass die Zerschneidung des zusammenhängenden Soonwaldes im Dominoeffekt unsere langjährigen Bemühungen um eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Waldlandschaft in Frage stellt.

Winterbach, den 17. September 2010

Der Vorstand der Initiative Soonwald e.V.

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