Ein Wald in Gefahr: der Soonwald

Von Hansjochen Staege anläßlich der Soonwaldkonferenz am 11. Juli 2010

Es ist noch nicht lange her, da dachte jeder bei dem Ausspruch „Wald in Gefahr" an das „Waldsterben". Der Begriff  „Waldsterben" ist als ein apokalyptisches Untergangsszenario heute für die Medien nicht mehr sensationell und aktuell. Im Rückblick wurden damals die Waldschäden zu hoch und zu besorgniserregend dargestellt. Der Wald blieb grün, für viele Leute erschien der ganze Zirkus als ein übertriebener Geck lamentierender Forstwissenschaftler und der Medien.

Dabei ist nach den aktuellen Ergebnissen der „Waldzustandsberichte" durchaus eine Schadenssituation   -verursacht durch Luftverschmutzung und  Klimaerwärmung- noch heute für unsere Waldbäume bedenklich: Nur 18 % der Buchen sind gesund!

Die eingeleiteten Maßnahmen zu Reinhaltung der Luft, besonders die Reduzierung des Schwefeldioxydausstoßes,  haben sich jedoch positiv auf den Wald ausgewirkt, und auch die anderen angestrebten Maßnahmen können den Zustand unserer Wälder verbessern.

Neben diesen viel diskutierten Gefahren drohen dem Soonwald noch weitere.

Übernutzung  alter Buchen- und Eichenbestände

Die Nutzung in den einzelnen Waldbeständen sollte unter der Prämisse der Nachhaltigkeit nach den Vorgaben der Forsteinrichtung (der Planung für die nächsten 10 Jahre) erfolgen. Die örtliche Forstverwaltung kann je nach Nachfrage und Preis einzelne Sortimente innerhalb der 10 Jahre schlagen. Oft machen die Orkane durch Windwurf einen Strich durch die Rechnung. Im Soonwald streichen die drei Quarzithöhenrücken von Südwesten nach Nordosten, also genau in der Richtung, in der alle gefährlichen Stürme verlaufen. Außerdem stocken sehr viele Waldbestände auf Pseudogleyböden, das sind saure Nässeböden,in die das Wurzelwerk der Bäume nicht tief in den Boden reicht, und die Stabilität gegen Stürme gering ist.

Wir haben also dadurch eine sehr ungünstige Disposition, besonders da man in den nächsten Jahren von zunehmenden Naturkatastrophen ausgehen muss. Im damaligen Forstamt Entenpfuhl sind 1990 bei dem Sturm Wiebke allein ½  Million Festmeter Holz angefallen. Zirka 90 % davon war Nadelholz. Es sind jedoch auch viele Buchen und Eichen von den Stürmen geworfen worden. Die Buchen auf den Soonwaldkämmen werden auch durch häufige Eisbrüche bei „Duftanhang" dezimiert. Die durch die Schäden entstandenen erzwungenen Einschläge müssen so weit wie möglich eingespart werden.

Gefahr droht auch, wenn der Staats- oder Gemeindehaushalt überschuldet ist. Der Druck auf die zuständigen Förster wird erhöht und die „Sparkasse Wald"  dann mal schnell etwas erleichtert. Der  hypokratische Eid der Forstleute  „die Nachhaltigkeit"  kann dann angenagt werden. So geraten auch ca. 200 Jahre alte Buchen ins Blickfeld der Nutzer.

Nun muss jeder Waldfreund einsehen, dass auch alte Buchen genutzt werden müssen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass nur durch diesen Eingriff im Zuge der naturnahen Waldwirtschaft ein stufiger Dauerwald mit Bäumen unterschiedlichen Alters entsteht.- Im Soonwald sind durch Windwurfflächen, Kalkung und durch diese starken Eingriffe großflächige, sehr schöne Naturverjüngungen enstanden (Plenterwald). Die Waldbesitzer und Forstleute müssen einsehen, dass genügend alte, auch überalterte und abgestorbene Buchen (Totholz), stehenbleiben aus Gründen der Biodiversität von Flora und Fauna. Es macht auch keinen Sinn, überalterte,  knorrige  Buchen, die teilweise sogar Weißfäule aufweisen, einzuschlagen, obwohl die Aufarbeitung und das Holzrücken mehr kosten, als das Holz einbringt.

Verkehrssicherungspflicht

Heute ist es schon problematisch, Wanderpfade durch schöne alte  Buchen- oder Eichenbestände zu legen, weil die Gefahr besteht, dass Wanderer durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume geschädigt werden könnten. Sind einmal solche bedrohlichen Szenarien an die Wand gemalt, will keiner mehr die Haftung übernehmen. Die Forstleute werden in Seminaren von Juristen über die Probleme unterrichtet und reagieren so, dass sie entweder  evtl. gefährdete Wege nicht anlegen lassen, oder sie fällen in der Nachbarschaft von Wanderwegen potentielle Gefahrenbäume. Da wird auch im Zweifelsfall mal lieber ein Baum mehr gefällt als zu wenig. Die Wegbetreiber (Wandervereine, Naturparke, Verbandsgemeinden, Gemeinden etc.) können sich nicht entschließen, Versicherungen abzuschließen. Diese Situation führt dazu, dass schöne Wanderpfade durch Altbestände mit Totholz, die jahrzehntelang genutzt wurden (z.B. der Europaweg  3 über den Katzenkopf), auf Schotterwege verlegt werden,  und neue Pfade durch Altbestände  nicht mehr angelegt werden dürfen (z.B.der Soonwaldsteig in der Region westlich vom Schwabbelbruch).

Einige Bundesländer (Hessen, Niedersachsen) haben eine Anweisung über die Handhabung der Verkehrssicherungspflicht verabschiedet, worin steht, dass, wenn Wege „auf eigene Gefahr" betreten werden, keine weitere Vorsorge  nötig ist. Das scheint mir eine sinnvolle Regelung zu sein. In Rheinland Pfalz dagegen  wartet man auf das neue Bundeswaldgesetz, das die Verkehrssicherungspflicht regeln soll. Und das kann dauern...Die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt mal ein Unfall in den Laubholzaltbeständen vorkommt, ist minimal. In den vierzig Jahren, in denen ich hier wohne  -dreißig Jahre als Forstamtsleiter-  ist durch Bäume im Wald  noch nie etwas passiert. Menschen können Risiken -speziell im Wald-  immer weniger einschätzen. Das Risiko, eine Straße zu überqueren,  ist ungleich größer als das Risiko bei einem Waldspaziergang.

Wir haben in Deutschland auf dem Gebiet der Haftung inzwischen juristische Verhältnisse, die sehr stark an amerikanische Gepflogenheiten erinnern.

Wildschäden

Mit dem Soonwald verbinden die Menschen einen wildreichen Wald. Das hängt mit der Tradition „Jäger aus Kurpfalz" und den „Diplomatenjagden" zusammen. In der  französischen Besatzungszeit und in der Zeit der Diplomatenjagden  waren sehr hohe Wildbestände im Soonwald. Überhöhte Wildbestände richten durch Verbiss und Schälen sehr große Schäden an: Junge Pflanzen können durch Verbiss der Gipfel- und Seitentriebe eingehen oder zu „Bonsaibäumen" werden, die jahrelang vor sich hinkümmern. Mittelalte Pflanzen, insbesondere Fichten, Buchen, Eschen und Eichen, werden durch Schälen des Rotwildes so geschädigt und die unteren Erdstammstücke so entwertet, dass sie nur noch als Brennholz genutzt werden können. Im Staatswald, der ungefähr die Hälfte der Soonwaldfläche ausmacht, wird heute intensiv gejagt. Das hat dazu geführt, dass nach den schweren Windwürfen wie Wiebke  die großen und kleinen Windwurfflächen, die mit Naturverjüngung (90 % Buche) und naturgemäßer Bepflanzung bestockt sind, wieder einen sehr schönen naturgemäßen Jungwald hervorgebracht haben, der nur geringere  Wildschäden aufweist. In den Gemeindewäldern des Soonwaldes sind heute die Wildbestände auch gegenüber den früheren Jahren weniger geworden.

Ein Kompromiss  zwischen zu viel und zu wenig Wild muss gefunden werden. Beim Rehwild ist eine Ausrottung nicht zu befürchten. Aber beim Rotwild muss eine gewisse Grenze eingehalten werden, damit die arttypische Rudelbildung möglich ist und auch alte Hirsche heranwachsen können. Ich erinnere hier an die Aussagen, die der frühere Leiter des Forstamtes Schönbuch, Forstdirektor Ebert, hier in Neupfalz bei einem am 18. Juni 2008 von der Initiative Soonwald veranstalteten  Symposium über Wald und Wild gemacht hat: Er empfahl Ruhezonen, durch die das Wild so vertraut wird, dass Spaziergänger es am hellen Tag beobachten können. Heute sieht man als Wanderer im Soonwald selten Wild. Es wäre schön, wenn  das Verfahren Schönbuch auch hier gelänge, die Waldschäden abnähmen und die Besucher auch mal ein Stück Wild sähen.

Wasserentnahme

Der Soonwald stockt in einem Gebiet, das für den Wald relativ wenig Niederschläge bringt. Der Bayrische Wald, der Schwarzwald oder die Vogesen bekommen mehr als doppelt  soviel Regen und Schnee als der Soonwald. Der Hochwald erhält mit 800 bis 1 200 mm Niederschlag ca. 200 mm mehr als der Soonwald. Die Bäume sind deshalb dort höher und dicker. In den letzten zehn Jahren, die im Gegensatz zu 2010 ziemlich  warm und trocken waren  -Fachleute führen das bereits auf die weltweite Klimaerwärmung  zurück-, sind im Soonwald bei vielen Bäumen, insbesondere bei Fichten,  vermehrt Trockenschäden aufgetreten. Die Initiative Soonwald hat das Thema „Wald und Wasser  -verdurstet der Soonwald? -  bei einer veranstaltung mit Podiumsdiskussion bereits am 08.06.2006  im Schloss Simmern thematisiert: Nach unserer Auffassung braucht der Soonwald die relativ geringen Niederschläge dringend! Deshalb muss dieTrinkwasserentnahme begrenzt werden. Die Wassermengen, die früher  von den angrenzenden Dörfern entnommen wurden, waren für den Wald gerade noch erträglich. Später, als die Verbandsgemeinde-Wasserwerke entstanden, merkte man, dass man mit der Lieferung von sauberem, ungedüngtem Waldwasser auch noch die Städte und weiter gelegene Ortschaften bedienen und damit auch Geld verdienen konnte. Das saubere, saure  Soonwaldwasser wird heute mit dem durch die Düngung  alkalisierten und durch Spritzmittel belasteten Wasser aus landwirtschaftlich geprägten Regionen gemischt.- Die Wasserwirtschaftsbehörde setzt zwar für jede Bohrung Höchstmengen fest.  Jedoch der Wunsch nach sauberem Waldwasser ist groß. Die Auffassung, dass Tiefenwasser bedenkenlos abgezogen werden kann mit der Begründung, dass die Wurzeln der Bäume das nicht erreichen, ist falsch, weil durch kapillaren Aufstieg  immer ein Zusammenhang zwischen  oben und unten besteht, wenn nicht zuviel Wasser abgezogen und die Verbindung unterbrochen wird. Außerdem kann sich das Tiefenwasserreservoir nur in extrem langen Zeiträumen wieder auffüllen. Am Steilhang des nördlichen Soonwaldkammes   -bis hin zur Wildburg-  in einem  „potentiellen  Wassergewinnungsgebiet" vom Säusteuerrech bis in die Gemeindewälder von Mengerschied, Tiefenbach , Riesweiler und Simmern sind Wasserbohrungen geplant und zum Teil durchgeführt.

Eine hervorragende  Maßnahme zur Wasserrückhaltung im Soonwald ist das z.Zt. im Forstamt Soonwald  vorgesehene  Life-Projekt, bei dem auf großen Flächen das Wasser durch viele kleine Stauwehre und  durch Anlage von Tümpeln, kleinen Seen sowie  Moor- und Bruchgebieten zurückgehalten wird. Schwerpunkte sind die schon vorhandenen Weichhölzer mit ihrer Wasser liebenden Bestockung aus Erle, Birke, Esche, Weide und vielen Moosen und Farnen. Für die Förderung der Biodiversität des Soonwaldes gibt es kaum eine bessere Maßnahme als  das Life-Projekt im FFH (Flora-Fauna-Habitat)-Gebiet Soonwald.

Gesteinsabbau

Wie im Hochwald und im Taunus stehen devonische Quarzitfelsen auch auf den höchsten Kuppen des Soonwaldes. Die Eiszeitverwitterung hat überall Quarzitblockhalden (Rosselhalden) produziert. Der gewachsene Fels sowie die Blockhalden sind neben ihrer bizarren Schönheit  auch als phantastische Aussichtspunkte bekannt.- Sie sind auch Habitat von  vielen Tieren wie z.B. von der Wildkatze.

Wo früher die Fliehburgen der Kelten und später die Ritterburgen waren, ist auch eine besondere Flora, die anthropogen geprägt ist durch Kalk von Mauern und Abfällen von Mensch und Tier. Nun kommt das Problem: Der devonische  Quarzit eignet  sich hervorragend für den Straßenbau! Besondere Begehrlichkeiten wecken z.Zt. die hellen Quarzitsteine, die es im Soonwald gibt.

Im Soonwald gab es  Ende des vorigen Jahrhunderts zwei große Steinbrüche: Henau und Argenthal.-  Davor waren es meist kleinere Steinbrüche wie z.B. Gehlweiler am Simmerbach, Gemünden u.a. Heute sind weitere Abbauvorhaben akut: Argenthal wird über den nördlichen Soonwaldkamm hinaus in den Staatswald hinein erweitert. Im Guldenbachtal  -im Ingelheimer Wald- ist gegenüber der Ruine Karlsburg  eine große Waldlichtung entstanden, in der der Quarzitabbau begonnen hat. Der Steinbruch Henau soll in den nächsten Jahren geschlossen werden, weil für weiteren Abbau in Richtung Norden (Burg Koppenstein) keine Genehmigung erfolgt. Die Steinbruchbetreiber wollen nun statt dessen den alten Steinbruch Gemünden, der schon vor einem halben Jahrhundert  geschlossen wurde, für den aber noch eine Lizenz vorliegt, wieder aktivieren. Neben der früheren Steinbruchfläche soll jedoch noch zusätzlich eine größere Fläche einschließlich der Quarzitfelsen der Gemündener Höhe genutzt werden.- Geräusch- und Staubimmissionen sollen dadurch reduziert werden, dass der Abbau bis auf das Höhenniveau des Simmerbaches erfolgt. Dazu ist zu sagen: Gesteinsabbau muss für weitere Bau-, Ausbau- oder Reparaturarbeiten an Straßen und anderen Bauten erfolgen. Aber dafür sollte man möglichst keine neuen Steinbrüche eröffnen. Besser ist es, die alten Steinbrüche zu nutzen, z.B. Gerach, Niederwörresbach und evtl. Argenthal. Gegen das Steinbruchprojekt Gemünden spricht, dass eine Erweiterung des alten Steinbruches in Richtung  „Gemündener Höhe" ein außerordentlich wertvolles Biotop für Tiere (Wildkatze) und Pflanzen betrifft. Durch den gewachsenen Fels und die anschließende Quarzitblockhalde ist es auch ein Kleinod für Wanderer und andere Naturfreunde. Kahlschlag von den alten Buchen und Abtragung des Felsmassivs der Gemündener Höhe verändern auch die von weitem sichtbare Silhouette des Soonwaldkammes.- Die Gemündener Höhe muss unserer Einschätzung nach in die Kernzonen des Naturparks Soonwald-Nahe aufgenommen werden. Der geplante Eingriff mit dem überdimensional tiefen Loch wird sich gravierend auf die Wasserführung auswirken.- Durch das Steinbruchprojekt kann das ohnehin schon knappe Soonwaldwasser mancher Gewinnungsanlagen ganz oder teilweise versiegen.- Eine eingehende Untersuchung der hydro-geologischen Verhältnisse ist dringend erforderlich.

Windkraftanlagen

Wir von der Initiative Soonwald sind grundsätzlich für die Energiewende und in einem intelligenten Energiemix natürlich auch für Windräder. Wir fordern jedoch eine professionelle Planung geeigneter Standorte  und eine gerechte Umverteilung der Gewinne. Dann würden viele Fehlentwicklungen erst gar nicht entstehen. Man könnte z.B. im menschenleeren Mecklenburg-Vorpommern bei guten Ostsee-Windverhältnissen viele Windparks entstehen lassen. Auch in Rheinland Pfalz kann man auf bestehenden oder ehemaligen Truppenübungsplätzen wie Baumholder oder evtl. auch im Bereich südwestlich des ehemaligen Flugplatzes Pferdsfeld an Windkraftanlagen denken. Betrachtet man jedoch die Realität in Rheinland Pfalz, z. B. in der Eifel und im vorderen Hunsrück, so kann man eigentlich nur von einem Planungschaos sprechen. Angesichts der geballten Macht und Lobby  der Windkraftbetreiber und des Geldhungers einiger Gemeinden,  die den finanziellen Verlockungen von bis zu 70 000 € pro Jahr und Windrad nicht widerstehen  können, und der Unterstützung vom rheinlandpfälzischen Umweltministerium sind unsere Aktionen zu schwach, um alle Soonwaldgemeindevertreter durch gute Argumente  vom Bau der Riesen-WKA auf den Soonwaldrücken abzuhalten. Der Durchbruch ist den Winkraftbetreibern in Dörrebach und Seibersbach gelungen. Ellern wird nachziehen. Und die anderen Gemeinden kommen auch in Versuchung. Auf dem nördlichen Soonwaldkamm werden im Bereich des Hochsteinchen WKA gebaut. Das Bestreben der Betreiber ist es, möglichst große Anlagen auf möglichst hohe Standorte zu stellen. Das bringt die größte Leistung und das meiste Geld.

Diese Anlagen erfordern gerade und breite Straßen, die das Gefüge eines Waldes destabilisieren. Das gleiche gilt für die  Anlage des befestigten Arbeitsfeldes, auf dem die WKA stehen, und das bei den gewaltigen Anlagen mindestens 2 000 qm groß sein muss. Sturmwurfschäden sind bei den zu erwartenden, häufiger auftretenden Orkanen vorprogrammiert, sie werden zunehmen. In einem durch neue Schneisen und Riesen-Windkraftanlagen weiter destabilisierten Wald ist mit noch größeren Schäden zu rechnen, als bisher. Die Rotorblätter der großen Anlagen sind genau in dem Bereich, wo viele Zugvögel durchziehen. Versprechen, dass die Windkraftanlagen abgeschaltet werden, wenn die Zugvögel kommen, sind meines Erachtens eine absurde Illusion. Die geplanten  Groß-WKA auf den Soonwaldhöhen werden meilenweit zu sehen sein. Sie ragen hoch aus den Waldhöhen hinaus, da sie zehnmal so hoch sein werden wie die höchsten Soonwaldbäume, doppelt so hoch wie der Ellerspringturm und höher als der Kölner Dom.

Die Kamm-Silhouette des Soonwaldes, die im Blick vieler Siedlungen steht, wird durch die herausragenden WKA völlig verändert. Wandert man in Zukunft auf dem neuen Soonwaldsteig, so kann man von Windrad zu Windrad den Lärm und die Schlagschatten genießen. Nichts wird mehr übrigbleiben  von der  „Erholung in der Stille", die den Soonwaldsteig heute so einmalig macht. Der gerade - mit viel Mühe - entwickelte sanfte Tourismus und seine Kunden werden dann ausbleiben. In fast allen biologisch wertvollen und touristisch hervorragenden Wald-Regionen Deutschlands, auch in Rheinland Pfalz (Pfälzer Wald, Hochwald) ist es gelungen, die Waldzentren, insbesondere die Kammlagen, von Windrädern freizuhalten.- Ausgerechnet in dem mit Buchen- und Laubmischwald besonders gesegneten Höhenzug Soonwald mit vielen seltenen Pflanzen und Tieren und mit besonderen touristischen Attraktionen will man konzentriert WKA errichten. Es ist auch absurd, dass im Wald, der selbst Klimaschutz produziert, Bäume für den Klimaschutz gefällt werden.

Fazit

Dem Soonwald drohen viele Gefahren, die sich in ihrem  Zusammenwirken noch potenzieren. Wir von der Initiative Soonwald wollen für den Soonwald eine wirkungsvolle Lobbyarbeit betreiben - helfen Sie uns dabei!




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