Magischer Soonwald

von Monika Kirschner

Silberne Vögel von Menschenhand
bauten ihr Nest am Waldesrand,
Ihr drohender Donner
hat die Ruhe vertrieben,
die Einsamkeiten blieben.

Neue Stürme mit neuen Namen
rissen Wunden im Wald,
mit gebrochenen Spitzen ragen die Fichten.
Die Gäste hat es vertrieben,
Die alten Eichen blieben.

Große Städte und ihre Versprechen,
Von leichtem Leben und lärmendem Licht, 
Haben viele der Jungen vertrieben,
Die Alten sind geblieben.

Die silbernen Vögel haben den Flug gen Osten gekehrt,
frisches Grün deckt freundlich die Wunden,
Zurück ist die Ruhe, die jedermann ehrt,
und auch das Wild zieht weiter die Runden.

Der alte Soonwald wächst wieder heran,
Und mit ihm die alten Geschichten,
die, die geblieben sind, rücken zusamm´
Und wissen viel zu berichten.
 
Neue Gäste, neues Regen,
junger Fuchs auf dünnem Eis.
Möge der Soonwald neu aufleben
Eine Wildnis im Westen, von der bald jedermann weiß.
Der Specht ist ganz schwarz, die Katze noch wild,
Orchideen schmücken die Wiese,
Eichen und Buchen vollenden das Bild.
Vielleicht grüßt um die Ecke ein Riese....

Für viele Menschen, die einmal im Soonwald unterwegs waren, ist es ein magischer Wald. Das liegt auch daran, dass er touristisch noch nicht "durchoptimiert" ist. Es gibt keine Büdchen an den Burgruinen und keine Animateure an den Wanderparkplätzen. Gut so. Noch ist er ein Wald für Entdecker.

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